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Illustration eines Kopfes mit dem Schriftzug ADHS - Symbolbild für Aufmerksamkeitsdefizitstörung

ADHS Diagnostik für Erwachsene in Karlsruhe

Viele Erwachsene, die zu mir kommen, haben schon länger die Vermutung, dass sie ADHS haben könnten. Sie haben vieles versucht, sich vieles erklärt, vielleicht auch schon mehrere Therapien hinter sich und doch bleibt das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt.

Konzentration, Organisation, das ständige Gefühl, hinterherzuhinken, innerlich nie zur Ruhe zu kommen oder anders zu sein als die anderen. Manchmal steckt eine ADHS dahinter, manchmal etwas anderes. Eine fundierte Diagnostik schafft Klarheit in beide Richtungen.

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Ich bin Psychologin (M. Sc.) mit Heilpraktikererlaubnis für Psychotherapie. In meiner Praxis in Karlsruhe führe ich Diagnostik für Erwachsene durch: leitliniengerecht, transparent dokumentiert und mit echtem Fokus.

ADHS ist für mich kein Randthema. Dazu gehört auch die Vertrautheit mit unauffälligen Verläufen und dem häufig später erkannten Bild bei Frauen.

Ausführliche allgemeine Informationen finden Sie im Blog-Artikel Auf der Suche nach einem ADHS-Diagnostikplatz: Was Sie wissen müssen.

Sarah Scholl, Psychologin M. Sc.

Sarah Scholl

Psychologin (M. Sc.)

Mehr zu Sarah
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Diagnostisches Gespräch zwischen Patientin und Therapeutin zur Abklärung von ADHS bei Erwachsenen

Wie ich diagnostiziere

Um eine ADHS diagnostizieren zu können, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein, die einheitlich im ICD oder DSM festgelegt sind.

Ob und welche Kriterien bei Ihnen zutreffen, klären wir gemeinsam über mehrere Bausteine:

  • Ein zweistündiges anamnestisches Gespräch: Ihre Lebensgeschichte, aktuelle Beschwerden und relevante Kontextfaktoren.
  • Standardisierte, wissenschaftlich validierte Testverfahren gemäß S3-Leitlinie: die WURS-K (ADHS-Symptome in der Kindheit), die WR-SB sowie die Conners-Skalen (aktuelle Symptomatik).
  • Orientierende Diagnostik, um mögliche andere Ursachen zu berücksichtigen.
  • Fragebögen für Eltern oder eine nahestehende Person sowie Grundschulzeugnisse.

Neuropsychologische Tests führe ich in aller Regel nicht durch. Sie sind nach Leitlinie nicht zwingend erforderlich und für die meisten Erwachsenen nicht nötig.

Der ausführliche schriftliche Befund, den Sie am Ende erhalten, ist vollständig dokumentiert: alle Testverfahren, Ergebnisse und klinischen Einschätzungen. Er ist so gestaltet, dass ärztliche und psychotherapeutische Praxen ihn direkt nachvollziehen und übernehmen können.

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Ablauf und Kosten der Diagnostik

Die Kosten betragen ca. 540 Euro, orientiert an der Gebührenordnung für Ärzte und Psychotherapeuten. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen diese Kosten nicht, private Krankenkassen und Beihilfe übernehmen sie teilweise. Wenn Sie möchten, dass die Diagnostik über die gesetzliche Krankenkasse abgerechnet wird, wenden Sie sich bitte an approbierte Psychotherapeut:innen oder psychiatrische Praxen.

  1. Sie erhalten zunächst Zugang zu einem Online-Screening. Ist dies unauffällig, besprechen wir das weitere Vorgehen.
  2. Ist das Screening auffällig, erhalten Sie einen digitalen Anamnesebogen.
  3. Bei Eingang des Anamnesebogens erhalten Sie Ihren Termin und weitere Fragebögen, auch für Eltern oder eine nahestehende Person.
  4. Im Präsenztermin in Karlsruhe führe ich ein strukturiertes diagnostisches Interview mit Ihnen durch und wir besprechen gemeinsam die bisherigen Ergebnisse. Der Termin dauert etwa zwei Stunden. Bei Bedarf finden weitere Termine statt, sollte die Diagnosestellung aufwändiger sein, ohne zusätzliche Kosten.
  5. Innerhalb von 4 Wochen erhalten Sie das Gutachten und die Rechnung.

Nach Ihrer unverbindlichen Anfrage erhalten Sie eine genaue Aufschlüsselung der durchgeführten Tests und der entstehenden Kosten.

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Was ist ADHS?

ADHS ist eine Störung der neuronalen Entwicklung, die zu Schwierigkeiten in den Bereichen Aufmerksamkeit, Impulsivität, Selbstregulation und körperlicher Unruhe führen kann.

Früher nahm man an, dass ADHS sich im Erwachsenenalter “verwächst”. Heute ist klar: etwa 60% der betroffenen Kinder haben auch als Erwachsene noch Schwierigkeiten damit. Bei manchen blieb die ADHS in der Kindheit schlicht unerkannt.

Da es sich um eine neurobiologisch bedingte Problematik handelt, lässt sie sich medikamentös gut behandeln. Psychotherapeutische Ansätze können helfen, langfristig Strategien für den Alltag zu entwickeln.

Junger Mann mit erschöpftem Gesichtsausdruck - Symbolbild für Überforderung bei ADHS
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Typische Symptome

Die klassischen ADHS-Kriterien, Aufmerksamkeitsprobleme, Impulsivität und Hyperaktivität, gelten für Erwachsene ebenso wie für Kinder.

Wie sie sich zeigen, verändert sich jedoch oft: Eine Hyperaktivität bedeutet im Erwachsenenalter selten wildes Herumtoben, häufiger ist es eine anhaltende innere Unruhe oder kleinere motorische Unruhebewegungen.

Typische Schwierigkeiten bei Erwachsenen mit ADHS:

  • Probleme, sich auf längere oder komplexe Aufgaben zu konzentrieren: schnelles Abschweifen, leichte Ablenkbarkeit oder das Beginnen neuer Projekte, ohne alte zu beenden.
  • Spontanes Handeln ohne ausreichendes Nachdenken: unbedachte Entscheidungen im Beruf, in Beziehungen oder im Alltag.
  • Das ständige Gefühl, getrieben zu sein oder innerlich nicht zur Ruhe zu kommen.
  • Schwierigkeiten beim Planen und strukturierten Angehen von Aufgaben sowie Prokrastination.
  • Vergessen von Terminen oder wichtigen Aufgaben, Verlieren von Alltagsgegenständen wie Schlüssel, Geldbörse oder Handy.

Wichtig zu wissen: ADHS muss bereits im Kindesalter vorhanden gewesen sein. Informationen der Eltern, alte Schulzeugnisse oder ärztliche Berichte aus der Kindheit können daher wertvolle Quellen im Diagnostikprozess sein, sind aber nicht zwingend erforderlich.

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Häufig gestellte Fragen

Eine Psychologin (M. Sc. / Dipl.-Psych.) ist akademisch ausgebildet, darf aber ohne zusätzliche Zulassung keine Diagnosen stellen oder behandeln. Die Heilpraktikererlaubnis für Psychotherapie ermöglicht beides. Meine Diagnostik folgt der S3-Leitlinie ADHS und ist vollständig dokumentiert, mit allen Testverfahren, Ergebnissen und klinischen Einschätzungen. Ärztliche Praxen, die mit ADHS bei Erwachsenen vertraut sind, können diesen Befund übernehmen.

Ja, genau dafür ist die Diagnostik da. Viele Menschen kommen mit einem diffusen Gefühl, dass „irgendetwas nicht stimmt“. Eine fundierte Diagnostik schafft Klarheit in beide Richtungen. Auch wenn sich am Ende keine ADHS zeigt, ist das ein wertvolles Ergebnis: Dann können wir gemeinsam schauen, welche anderen Faktoren eine Rolle spielen könnten.

Am Anfang steht ein Online-Screening, das ich Ihnen nach Ihrer Anfrage zuschicke. Sie können den Prozess jederzeit beenden, in diesem Fall werden nur die bis dahin entstandenen Kosten fällig.

Die Diagnostik umfasst ein ausführliches anamnestisches Gespräch, standardisierte Testverfahren gemäß S3-Leitlinie (WURS-K, WR-SB, Conners-Skalen) sowie eine orientierende Diagnostik zur Abgrenzung anderer Ursachen. Den genauen Ablauf finden Sie weiter oben auf dieser Seite.

Die Kosten betragen ca. 540 Euro, orientiert an der GOÄ/GOP. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen diese Kosten nicht, aus sozialrechtlichen Gründen erstatten sie nur Leistungen von approbierten Ärzt:innen oder Psychotherapeut:innen. Private Krankenkassen und Beihilfe übernehmen die Kosten teilweise.

Sie erhalten einen 20-seitigen schriftlichen Befund, den Sie zu einer hausärztlichen oder fachärztlichen Praxis mitnehmen, wenn Sie Medikamente nehmen oder zum Beispiel eine Ergotherapie beantragen möchten. Möchten Sie eine Psychotherapie beginnen, wenden Sie sich an entsprechende Praxen und erfragen, ob sich diese mit ADHS bei Erwachsenen auskennen. Kommt es zu einem Termin, zeigen Sie dort meinen Befund. Die therapeutisch tätige Person wird ihn sich durchlesen und eventuell noch Fragen dazu stellen, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Niemand muss Vorbefunde anerkennen, in aller Regel ist das aber überhaupt kein Problem. Jede Person, die ich diagnostiziere, erhält auf Wunsch drei Termine zu meinem üblichen Honorar, um Fragen und erste Schritte rund um das Thema ADHS zu klären. Vielleicht kann es auch ein erster Schritt sein, sich einer ADHS-Gruppe vor Ort anzuschließen, zum Beispiel unter https://richtungswechsler.de/adhs/gruppe, oder sich online zu vernetzen, zum Beispiel unter https://wohnzimmer-neurodivers.de/.

Das kommt darauf an, wie stark Ihre ADHS ausgeprägt ist und wie stark Sie sich davon beeinträchtigt fühlen. Niemand muss Medikamente nehmen, die meisten Personen erleben dies jedoch als sehr hilfreich und entlastend. Die Erstverordnung von ADHS-Medikamenten erfolgt in der Regel durch eine psychiatrische Praxis. Eine Überweisung ist nicht erforderlich, kann den Zugang aber erleichtern. Da Wartezeiten variieren, lohnt es sich, frühzeitig einen Termin zu vereinbaren. Hausärztliche Praxen übernehmen die Medikation häufig erst, wenn eine psychiatrische Praxis die Diagnose bestätigt und eine Behandlung eingeleitet hat, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Ämter entscheiden selbst, welche Belege sie anerkennen. In der Regel werden fachärztliche oder psychotherapeutische Befunde bevorzugt. Mein Befund kann als Grundlage dienen und von einer entsprechenden Praxis übernommen werden. Universitäten erkennen meine Anträge auf Nachteilsausgleich bisher problemlos an.

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Diagnostik-Termin anfragen

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen. Sie erhalten anschließend das Online-Screening und alle Informationen zum weiteren Ablauf.

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